1955-1990: Forschungsinstitut Manfred von Ardenne, Dresden
Bereits Anfang der 50er Jahre geht von Ardenne daran, Pläne für die Rückkehr nach Deutschland zu schmieden. Bald steht fest, dass es für ihn eine Zukunft nur im östlichen Teil Deutschlands gibt, will er nicht auf sein gesamtes Berliner Institutsinventar und persönliches Eigentum verzichten, das im Mai 1945 in die Sowjetunion verbracht worden war. Zunächst werden zwei Villen im Dresdner Stadtteil "Weißer Hirsch" zum Domizil des neu gegründeten Forschungsinstituts Manfred von Ardenne - noch heute befindet sich hier der Sitz des Managements der VON ARDENNE Anlagentechnik GmbH.
Am 24. März 1955 trifft Manfred von Ardenne mit seiner Familie und einem Team von 30 Wissenschaftlern und Mitarbeitern in Dresden ein und beginnt fast unmittelbar danach unter privilegierten Rahmenbedingungen mit der Arbeit.
Entgegen der herrschenden Staatsräson kann von Ardenne für das neue Institut die private Rechtsform durchsetzen, die trotz zahlreicher Einschränkungen bis zur Wende 1990 erhalten bleibt. Im Spannungsfeld zwischen privatwirtschaftlich geführter Forschung und Entwicklung einerseits und planwirtschaftlich gelenkter Staatsindustrie als überwiegendem Auftraggeber andererseits beginnt die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Forschungsinstituts Manfred von Ardenne. In wenigen Jahren entwickelt es sich zu einer hocheffektiven und international stark beachteten Forschungseinrichtung. Seit den 70er Jahren sind dort mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt.