Elektronenstrahltechnologien
Für den Elektronenstrahl, dessen Bedeutung Manfred von Ardenne als energieintensives flexibles Strahlwerkzeug für eine Vielzahl industrieller Prozesse frühzeitig erkennt, entstehen immer wieder neue Applikationsfelder. Anlagen und Technologien des Forschungsinstituts zum Vakuumschmelzreinigen von Reaktiv- und Refraktärmetallen, zum Schneiden und Schweißen, zum thermischen und nichtthermischen Mikrostrukturieren, zum strukturierten Oberflächenvergüten sowie zur Hochrateverdampfung von Metallen und Dielektrika entstehen auf der Grundlage dazu erforderlicher Schlüsselkomponenten, wie Elektronenkanonen und Plasmaquellen, und finden Eingang in viele Industriezweige.
Die ersten Aufgaben, die nach Gründung des Instituts bearbeitet werden, sind überwiegend den traditionellen Arbeitsgebieten Elektronen- und Ionenstrahltechnik zuzuordnen. Dabei kann auf Erfahrungen zurückgegriffen werden, die vor 1945 in Berlin-Lichterfelde und während der 10-jährigen Tätigkeit in der Sowjetunion gewonnen wurden.
Etwa ab 1960 beginnen sich dabei Profil und Kernkompetenz des späteren Bereiches "Technologische Forschung" abzuzeichnen. 10 Jahre nach der Institutsgründung 1965 bindet er ca. 80 % der Kapazität des Instituts.